Zwei-Seen-Panoramalauf 2015

aus Saarbrücker Zeitung vom 14.04.2015 

Laufend jede Menge Spaß

750 Läufer starteten am Sonntag beim Zwei-Seen-Panoramalauf



Von Sz-Mitarbeiterfrank Faber, 14.04.2015 00:00


2 Seen Lauf

Auf geht's: Mit einem Lächeln im Gesicht setzen sich die Läufer am Bostalsee in Bewegung. Endpunkt nach 32 Kilometern war an der Hunnenringhalle in Otzenhausen.Foto: B & K Foto: B & K



Vom Bostalsee in Richtung Talsperre Nonnweiler bis zur Hunnenringhalle in Otzenhausen. Beim Zwei-Seen-Panoramalauf sind Bestzeiten und Streckenrekorde sekundär, dennoch ist für die Läufer der Blick auf die Uhr obligatorisch.

Es gibt keine Urkunden, T-Shirts oder Pokale für die Sieger in den diversen Altersklassen, und auch keine offizielle Zeitmessung. Trotzdem ist der Ansturm enorm. „Die Leute wollen Spaß haben“, sagt Markus Hoffmann vom Organisationsteam des VfR Otzenhausen, der seit fast 20 Jahren den Zwei-Seen-Panoramalauf gemeinsam mit der Gemeinde Nonnweiler auf die Beine stellt. Mit Bussen wurden die Läufer am Sonntagmorgen von Otzenhausen an den Startpunkt am Bostalsee kutschiert. Nicht jedoch der Bosener Erik Schneider. „Eigentlich hätte ich ja sogar an der Haustür loslaufen können“, sagt er. Schneider hatte wie weitere 300 Starter für die Schleife über 18 Kilometer gemeldet. 100 Läufer gingen auf die Zwölf-Kilometer-Strecke, den Hauptlauf über 32 Kilometer absolvierten 350 Ausdauersportler – und das aus unterschiedlichen Gründen. Triathlet Marco Forster (Tritronic Team St. Wendel) nutzte die 32 Kilometer lange, bergige Runde als Vorbereitung für seine Teilnahme am Ironman im Juni in Nizza. Auch wenn es beim Freundschaftslauf in Otzenhausen nicht um Zeiten ging, schaute Forster schon auf die Uhr. „Ich will in meinem Tempo- und Pulsbereich bleiben“, sagte der Triathlet. Nach 2:20 Stunden kam er an der Hunnenringhalle an.

Andere Teilnehmer bereiteten sich auf die anstehenden Marathonläufe in St. Wendel und Hamburg vor, oder liefen zusammen, um ein Schwätzchen zuhalten. „Das hätte ich gerne mal gemacht, in meiner Nähe war aber niemand, ich bin fast die ganzen 32 Kilometer alleine gelaufen“, schilderte der aus Bierfeld stammende Thomas Martin. Er wohnt mittlerweile im österreichischen Dornbirn und verband den Besuch in seiner Heimat mit dem Start beim Panoramalauf. „Die Zeit ist zweitrangig, doch ich gucke schon auf die Uhr. Ich habe genau 2:20 Minuten gebraucht“, teilte Martin mit.

Im Zielbereich füllten die Teilnehmer ihren Elektrolyt-Speicher mit einer isotonischen Erfrischung wieder auf, oder gönnten sich ein Stück Sahnetorte. Zwei Masseure kümmerten sich um die Regeneration der beanspruchten Muskulatur bei den Sportlern. „Die Strecke ist schon anspruchsvoll, es geht ja auf den Peterberg hoch“, merkte Thomas Finkler von der mitveranstaltenden Gemeinde Nonnweiler an. Mit der Teilnehmerzahl von 750 Läufern war er zufrieden. Die größte Gruppe stellte die LLG Wustweiler mit 28 Startern, vor Phönix Dudweiler (23) und den Lauftreff-Freunden aus Selbach mit 17.